9. April: Kulinarisches aus dem Krieg: Ernährungshistorische Einordnungen und Verkostung

Sonntag, 9. April 2017

Verkostung und ernährungshistorische Einordnung

(gesonderte Anmeldung unter dominik.sauerer@fau.de nötig)

Die Heere des Dreißigjährigen Krieges versorgten sich mit Nahrungsmitteln aus ihrem jeweiligen Umfeld. Das konnte für die einfachen Soldaten mal üppige und mal schmale Kost bedeuten.

Die hohen Offiziere pflegten auch während der Feldzüge eine exquisite Tafelkultur. Wallensteins Küchentross bestand aus 50 vierspännige Wagen. In der Küche des Generalissimus arbeiteten 64 Personen.

Die bisherige Geschichtsforschung hat diesen Aufwand damit erklärt, dass die Tafelkultur eines Feldherrn für dessen Zwecke (Loyalität, Prestige etc.) instrumentalisiert wurde. Die kulinarische Ästhetik der Kochkunst des frühen 17. Jahrhunderts wurde aber nicht analysiert.

Der Vortrag „Kulinarisches aus dem Krieg“ geht der Frage nach, wie die exquisiten Speisen der Zeit schmeckten. Es werden Kostproben zum Verzehr angeboten, die nach Rezepten aus dem letzten deutschsprachigen Kochbuch, das vor dem Dreißigjährigen Krieg erschienen ist, rekonstruiert wurden.

Referent_in: Prof. Dr. Josef Matzerath
Datum: 9.04.2017
Zeit: 14:0015:00

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